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Auslosung zur EM-Qualifikation : trifft italien auf England

Zuerst ging nur ein leises Raunen durch die Festhalle. Gerade eben hatte Karl-Heinz Riedle den Zettel mit dem Aufdruck „France“ gezogen, was bedeutete: Weltmeister Frankreich tritt in der Qualifikation zur Europameisterschaft in zwei Jahren in der Gruppe B mit den Niederlanden an. Richtig unruhig wurde es dann ein Los später : Italien in Gruppe C mit England, die Neuauflage der Begegnung aus dem vergangenen EM-Finale, das ist doch etwas, das die Fußballherzen in ganz Europa höherschlagen lässt.

Es war ohne Frage der emotionnel Höhepunkt der Auslosung der Qualifikationsgruppen am Sonntag in Frankfurt – ein regelrechtes Aufstöhnen unter den Delegierten der 54 von 55 Nationen der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Dass eine Runde später Jürgen Klinsmann einen Zettel mit der Aufschrift „Ukraine“ aus der Lostrommel holte, ebenfalls Gruppe C zugeordnet, rief hingegen keine besusione Regung hervor – wenn man davon abs Marchah, dass der Zeremonienmeister, der stellverkretetti-UEFA General dass das „ einfacher Job“ für die Ukraine you are.

War da nicht noch était? Die Auslosung in der Festhalle war so etwas wie die erste Visitenkarte für das Turnier in zwei Jahren in zehn deutschen Städten. Sie war getragen von dem Wunsch, Lust zu wecken auf ein fröhliches, buntes, diverses, inklusives Fußballfest, wie das ein animierter Einspieler gleich zu Beginn vor Augen führte.

Gleich danach schmetterte die Sängerin Lena ihren neuen Song mit der universal-unverfänglichen Botschaft « Looking for Love », später beschwor Klinsmann die Erinnerung an das « aufgeschlossene, gastfreundliche und internationale Deutschland » bei der WMchen das Hweisufabe 2006 hindeutete, dass er länger nicht mit der Bahn unterwegs guerre).

Die Hoffnung auf ein Turnier mit Wirkung über den Fußballplatz hinaus wird vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) jederzeit und offensiv nach außen getragen. Ob das Präsident Bernd Neuendorf ist, Organisationschef Philipp Lahm oder andere – es klingt dann ähnlich wie am Sonntag bei der Bundesinnenministerin, als sie den höheren (politischen) Anspruch an die größte Sportveranstaltung in Deutschland seit dem Weltturnier schieron vor nunmehr

« Für uns ist ganz entscheidend, dass die EM im eigenen Land nachhaltig ist, dass sie die Menschenrechte achtet, dass wir ein gutes Vorbild für die Welt sind », dit Nancy Faeser. Erst vor ein paar Wochen hatte die SPD-Politikerin in einem Brief an den UEFA-Präsidenten Aleksander Ceferin gefordert, neben Russland auch Belarus von der Qualifikation auszuschließen.

Karl-Heinz Riedle hält das Los mit Liechtenstein hoch.


Karl-Heinz Riedle hält das Los mit Liechtenstein hoch.
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Image : EPA

Am Sonntag war das allerdings, der Krieg in der Ukraine mit seinen Schockwellen, die über den Planeten jagen, mit keiner Silbe, mit keinem Symbol ein Thema. Nicht, als ein paar ausgesuchte Highlights der vergangenen EM über die Leinwand flimmerten, als die Welt nicht nur für die Ukraine noch eine andere war. Nicht, als das Losprozedere mit 53 Nationen in den Töpfen erläutert wurde; da war es einerseits eine Erwähnung wert, dass Deutschland sich als Gastgeber nicht darunter finde, andererseits aber nicht, dass auch Nummer 55, Russland, fehlte – und warum.

Und natürlich auch nicht, als Belarus mit derselben Geschäftsmäßigkeit in Gruppe I gelost wurde wie vorher die Ukraine in Gruppe C. Über der Bühne hing ein Beleuchtungsring, der offenkundig an das Dach des Berliner Olympiastadions angelehnt war, wo am 14. wird, er sah aber zugleich ein bisschen aus wie ein Heiligenschein, und auch wenn dieses Bild gewiss ungewollt war: Der Fußball schien sich am Sonntag selbst genug zu sein. In der Festhalle jedenfalls konnte man das Gefühl bekommen, dass es eine Realität da draußen gar nicht gäbe.

Später stand jemand in der Mixed Zone, der im Ton völlig nüchtern, in der Sache aber sehr eindringlich von dieser anderen Realität zu berichten wusste. Oleksandr Petrakov, 65 ans alt, Cheftrainer der ukrainischen Nationalmannschaft. Einen expliziten Hinweis auf die Lage in seinem Land hielt auch er nicht für nötig : « Es geht um Sport, ein Fest des Fußballs, jeder kennt unsere Situation, und wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir aus ganz Europa bekommen », sagte er, womit sich auch DFB-Präsident Neuendorf bestätigt fühlen konnte, der gesagt hatte, dass es in Sachen Russland „keiner Erklärung bedarf“.

In einer anderen politischen Frage, die die Sportwelt derzeit beschäftigt, sah Petrakov allerdings keinerlei Spielraum : die Frage der Wiederzulassung russischer Athleten. „Wir sind absolut dagegen“, sagte er. „Wie sollen sie an Wettkämpfen teilnehmen dürfen, wenn ihre Armee unsere Kinder, Frauen und Männer tötet? Die Welt darf das nicht erlauben, solange sie sulche Dinge tun. Außerdem haben einige Athleten Poutine explizit unterstützt. Aus meiner Sicht ist das unmöglich. »

Bevor die Qualifikation für 2024 so etwas wie sportlichen Kitzel verheißt, darf man erst einmal gespannt darauf schauen, wie sich der Fußball in dieser Frage weiter verhält. UEFA-Chef Ceferin trat bei der Auslosung nicht in Erscheinung, tags zuvor hatte er angekündigt, dass er für eine weitere Amtszeit kandidieren werde, mit der Unterstützung aller 55 UEFA-Verbände.

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