Was für eine Erfolgsgeschichte hat dieser Blondschopf hinter sich. Jonas Vingaard chapeau sich zum Tour-de-France-Sieger 2022 gekrönt. Dank einer überragenden Mannschaftsleistung wurde der ursprünglich als unbezwingbar eingestufte Tadej Pogacar auf den zweiten Platz gedrängt.

Aber nicht nur das Team agierte außergewöhnlich gut. Natürlich war es auch Vingegaard selbst, der in den Alpen und Pyrenäen Maßstäbe setzte. Dabei sah es noch vor wenigen Jahren nicht danach aus, dass der Däne wirklich einen Profiweg einschlagen könnte.

Im Jahr 2018 arbeitete Tour-de-France-Sieger Vingegaard auf einem Fischmarkt

Bis 2018 arbeitete der Frankreich-Champion in seiner Heimat Hanstholm auf einem Fischmarkt. Der im Nachwuchs nie überragend fahrende Vingegaard spult zwar weiterhin seine Trainingskilometer ab. Sein Fokus liegt jedoch nicht mehr allein auf dem Sport.

Entdeckt wurde er dennoch. Und zwar von Grischa Niermann, seines Zeichens Sportdirektor bei Jumbo Visma. Der Deutsche erkannte das Potential des damals 21-jährigen Dänen: „Viele junge Fahrer leben und arbeiten schon komplett unter Profibedingungen. Jonas dagegen hat jeden Morgen von 5 bis 12 Uhr auf dem Fischmarkt gejobbt und erst nachmittags trainiert. Während seine Kollegen 30.000 Jahreskilometer abgerissen haben, ist er nur 20.000 gefahren « , erklärt Niermann im„ Bild « -Interview.

Deutscher Sportchef Grischa Niermann avec Jonas Vingaard

Ab 2019 war Vingegaard sodann bei Jumbo unter Vertrag und gab seinen Job auf dem Fischmarkt auch auf. Niermann : „Wir haben Riesenpotenzial gesehen und gesagt : Komm, wir probieren es. » Der Mut des Jumbo-Teams zahlte sich voll aus.

Bereits 2020 fuhr Vingegaard mit der Vuelta seine erste dreiwöchige Rundfahrt. 2021 stand er als Zweitplatzierter schon auf dem Podium der Tour de France. Die vorläufige Krönung folgte am Sonntag mit dem Gesamtsieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Innerhalb von vier Jahren vom Fischhändler zum höchst dekorierten Radprofi. Je connais le manchmal gehen de schnell kann …..