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Hitze in Europe: Die Brände wüten weiter

RÉ.c’est-à-dire Auswirkungen der Waldbrände in der Nähe von Bordeaux sind bis in die französische Hauptstadt Paris zu spüren. Erst die Regenschauer in der Nacht auf Mittwoch haben den Brandgeruch verschwinden lassen, den der starke Wind bis an die Seine getragen hatte. Die Luftqualität ist trotzdem schlecht. Noch schlimmer aber hat es den Südwesten getroffen. Über den Städten Bordeaux, Agen, Périgueux und Angoulême lagen Rauchschwaden, ein ungesunder Dunst breitete sich auch in ländlichen Gegenden aus. Die Feuer in den Pinienwäldern hinter der bekannten Düne von Pilat, der größten Sanddüne Europas, schockieren die Franzosen.

Am Mittwoch hat sich Präsident Emmanuel Macron an die Brandstelle aufgemacht, um den Feuerwehrleuten und anderen Helfern seine Unterstützung zu versichern. Noch bevor er im Hauptquartier der Rettungskräfte in La Teste-de-Buch eintraf, empörten sich Oppositionspolitiker über die „Kommunikationsshow“ des Präsidenten. « Der Präsident ist Feuerwehrmann und Brandstifter zugleich », sagte der Vorsitzende der grünen Partei Europe Ecologie Les Verts (EELV), Julien Bayou. „Durch seine Untätigkeit trägt er dazu bei, den Klimawandel zu verschlimmern. Jetzt kommt er, um die Schäden zu begutachten “, sagte Bayou. « Ich bin schockiert, dass wir nach so einem Brand nicht ein Klimanotstandsgesetz verabschieden », sagte der Abgeordnete der Linkspartei La France Insoumise (LFI), Louis Boyard. Der Präsident des Département Gironde, Jean-Luc Gleyze, hat einen Protestbrief an den Präsidenten gerichtet, in dem er die unzureichenden Mittel für den Brandschutz sowie fehlende Löschflugzeuge beklagt.

Seit dem Ausbruch der Brände am 12. Juli mussten 36.750 Menschen, unter ihnen auch viele Urlauber, ihre Wohnungen in der beliebten Ferienregion an der Atlantikküste verlassen. Mehr als 20.600 Hektar des Pinienwaldes sind abgebrannt. Noch immer kämpfen die Feuerwehrleute gegen mehrere Brandherde, aber der Wetterwechsel hat immerhin dazu geführt, dass sich das Feuer nicht weiter ausgebreitet hat. Sechs Campingplätze wurden zu 90 Prozent zerstört.

Espagnol stehen schwierige Tage bevor

In Spanien brechen trotz inzwischen niedrigerer Temperaturen immer wieder neue Brände aus. Bei Ateca in der Provinz Zaragoza brannten mehr als 5000 Hektar. Die Bewohner von fünf Dörfern und einem Altenheim wurden in Sicherheit gebracht. Zeitweise wurde die Autobahn 2 von Madrid nach Barcelona gesperrt. Der Bahnverkehr der Hochgeschwindigkeitszüge, die Madrid mit Aragonien und Katalonien verbinden, wurde am Mittwochmorgen wieder aufgenommen, während die Regionalzüge immer noch nicht zwischen Madrid und Zaragoza fahren können. Einsetzender Wind erschwerte die Löscharbeiten.

Laut ersten Schätzungen wurden während der jüngsten Hitzewelle mindestens 60 000 Hektar Waldfläche durch Brände vernichtet, die durch die hohen Temperaturen angefacht wurden. Davon entfielen fast 20 000 Hektar auf die 16 Brände in Galicien im Nordwesten des Landes und mehr als 20 000 Hektar auf die Gegend von Zamora. Es stünden noch „schwierige Tage in Galicien und im übrigen Spanien“ wegen der weiterhin hohen Temperaturen und des Windes bevor, warnte Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Nach den aktualisierten Angaben des dem Gesundheitsministerium unterstellten Gesundheitsinstituts Carlos III. lassen sich in Spanien 679 Todesfälle auf die hohen Temperaturen in den ersten acht Tagen der Hitzewelle zurückführen. Am vergangenen Sonntag wurde mit 169 Todesfällen die höchste Zahl registriert.

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