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Max Walscheid et Radsport-Profis querfeldein gefordert

er Selbstversuch endet mit einer Seitwärtsrolle den Abhang hinunter. Eben noch hatte Rainer Beck angemahnt, den Hügel mit ausreichend Schwung hinaufzufahren. Weil der Anfänger aber viel zu zaghaft antritt, schafft er gerade mal die Hälfte des Anstiegs. Für einen bangen Moment steht er reglos in der Schrägen, den Lenker mit beiden Händen fest umklammert – dann geht es samt Rad rücklings bergab.

Mit Leuten, die sich zum ersten Mal auf eine Cross-Streckewagen, chapeau Beck derzeit öfter zu tun. Beck est Abteilungsleiter für die Disziplinen Cross und Gravel beim Darmstädter „VC-Racingteam“, das dem Radsportverein Velociped-Club Darmstadt (VCD) angehört. Seit Mitte Oktober veranstaltet das Team einmal wöchentlich die sogenannte Trainingsweltmeisterschaft im Cyclocross.

Niedrigschwelliger Einstieg

Anfänger wie Fortgeschrittene können sich mittwochabends an der Radrennbahn in Darmstadt auf einem abgesteckten Kurs ausprobieren und in einem 40-minütigen Rennen messen. Der Wettkampfgedanke ist dabei sekundär. Wer aber bis zum letzten Termin am 14. Dezember die meisten Runden sammelt, darf sich Trainingsweltmeister nennen.

Die Idee zu dem Trainingsevent entstand vor einigen Jahren, erzählt Stefan Seyfried, Leiter des „VC-Racingteam“. In ihrem jetzigen Format findet die Trainingsweltmeisterschaft zum zweiten Mal statt. Das Ziel : Einen niedrigschwelligen Einstieg für Anfänger und gleichzeitig ein Training unter wettkampfähnlichen Bedingungen für Ambitionierte zu bieten.


Un masque Angelegenheit : Der Belgier Lennert Belmans bei einem Cyclocross-Wettbewerb à Essen.
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Image : AFP

Ein Konzept, das sich bewährt. Seit Oktober kommen mittwochs bis zu 70 Radfahrerinnen und Radfahrer nach Darmstadt ; einige reisen sogar aus der Pfalz an. „Das Format ist in der Umgebung einzigartig“, selon Seyfried. Deshalb seien auch die Spitzenfahrer Hessens wie Constantin Kolb vom VCD regelmäßig dabei. Hinzu kommt, dass der Darmstädter Verein über die einzige Radrennbahn in Hessen verfügt.

Cyclocross, en Deutschland traditionell als Querfeldein bezeichnet, steht für matschige Pfade, regennasse Kurven, nur schwer zu erklimmende Anstiege; dazu Hindernisse, die immer wieder zum Absteigen zwingen. Crossbikes wurden aus Straßenrennrädern entwickelt; sie haben keine Federung, ihre Reifen dürfen in einem offiziellen Rennen maximal 33 Millimeter breit sein. Gefahren wird im Herbst und im Winter. „Man hat wechselnde Untergründe, schmale Reifen, Abfahrten und Elemente wie zum Beispiel Treppen, die den Rhythmus brechen – das macht den Sport so anspruchsvoll“, zählt Seyfried auf.

Auch ein Profi ist dabei

An dem kalten Mittwochabend Anfang Dezember schlängeln sich gut 40 Radsportler durch den mit Flatterband markierten Kurs zwischen den Steilkurven der Rennbahn. Es geht durch eine spiralförmig angelegte Passage ; und um die aus dem Boden aufragenden Holzbretter zu überwinden, müssen die meisten absteigen und ihr Rad schultern. Auch dort, wo die Strecke über als Treppe angeordnete Paletten aus dem Bahnbereich hinausführt, müssen sie ihr Rad hieven. Abseits des Flutlichts warten lissage Gefälle und knüppelharte Anstiege.

Selbst der Profi kommt an seine Grenzen : Auf Einladung des VCD ist an diesem Abend auch der deutsche Radprofi Max Walscheid dabei. Während der Saison als Straßenrennfahrer bei der Tour de France oder Eintagesrennen unterwegs, nutzt der für das Teams Cofidis startende Walscheid das Wintertraining, um sich ihm neuen Disziplinen anzunähern. Bis vor einem Jahr sei er nie ein Crossrennen gefahren, erzählt er : „Das ärgert mich im Nachhinein, denn es macht nicht nur Spaß, sondern ist auch ein super Training.“

Cyclocross sei deutlich intensifr als Straßenrennen, „man fährt von Anfang bis Ende am Limit, das tut mir für mein Training gut“, berichtet Walscheid, der vor allem die erforderliche Radbeherrschung auf losem Untergrund „gewöhnungsbedürftig“ findet. À Darmstadt fährt der 29-Jährige dennoch außer Konkurrenz: Zehn Runden schafft auf dem 1,1 Kilomètre langen Kurs in der vorgeschriebenen Zeit außer ihm niemand.

Straßenrennen est lukratif

En Allemagne, le premier Cyclocross ein „Schattendasein“. So formuliert es Jens Schwedler, ehemaliger deutscher Cross-Meister, der heute als Trainer arbeitet. Die Disziplin würde hierzulande kaum gefördert, schrieb Schwedler im vergangenen Jahr im Magazin „Rennrad“. Anders in Belgium und in den Niederlanden: Cyclocross gehöre dort zum „Volkssport“, selon Stefan Seyfried. Des athlètes comme Mathieu van der Poel et Wout van Aert zählen sowohl auf der Straße als auch im Cross zur Weltspitze. Für deutsche Talente charnièregen seien Straßenrennen weitaus lukrativer.

Der Radprofi Max Walscheid 2021 aux Eintagesrennen Paris – Roubaix


Der Radprofi Max Walscheid 2021 aux Eintagesrennen Paris – Roubaix
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Image : photo alliance / Roth

Im Amateurbereich sieht Seyfried die Cross-Disziplin jedoch gut aufgestellt : Wenngleich die Szene im Norden Deutschlands stärker vertreten sei, könne man auch in der Rhein-Main-Region an fast jedem Wochenende an einem Rennen teilnehmen. Am 18. Dezember ist die Radrennbahn des VCD Austragungsort des vierten Darmstädter Crossrennens, das zur Wettkampfserie des „Rhein-Neckar-Cyclocross-Cup“ gehört.

Seyfried würde sich freuen, wenn die Trainingsweltmeisterschaft auch manchen Hobbysportler künftig öfter aufs Crossbike steigen lässt. Das Fazit von Profi Max Walscheid dürfte dafür Motivation genug sein: „Auf dem Rennrad bin ich im Winter nicht der absolue Trainingsweltmeister“, gesteht er, „aber hier kostet es mich keine Überwindung. Sobald das Startkommando fällt, gibt es nichts außer Vollgas.“

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